Geschenke zum Verlieben

Der Valentinstag

Dass der 14. Februar, der Valentinstag, die Herzen von Floristen und Pralinenfabrikanten höher schlagen lässt, dürfte niemanden besonders erstaunen. Was aber hat der Tag der Liebenden mit Unglück und dem Sterben reicher Leute zu tun und warum laden christliche Kirchen in Österreich an diesem Tag zur Erneuerung der Eheschwüre ein? Ist der Valentinstag vielleicht doch mehr als die trickreiche Umsetzung gezielter Werbestrategien? Kommt ihm eine tiefere Bedeutung zu, die sich aus lang bewährtem Brauchtum herleiten lässt?

Glück oder Unglück?

Was des einen Leid, ist des anderen Freud: Dem Aberglauben nach ist der Valentinstag vor allem ein Unglückstag, da er zugleich der Geburtstag des Judas Ischariot war – jenes Jüngers also, der Jesus verraten haben soll. Vor allem reichen Leuten gebührte an diesem Tag besondere Vorsicht: Denn wenn es am Valentinstag donnerte, so „sollten viele reiche Leute sterben“. Wer aber wäre dann Valentin, der dem Tag doch seinen Namen gegeben hat?

Valentin von Terni

Viele Vermutungen deuten auf viele Valentinos – so wurden unter anderem mehrere Heilige verdächtigt, Namensgeber für den Tag der Verliebten zu sein. Einer von ihnen ist der als Märtyrer gestorbene Bischof Valentin von Terni. Dem Brauch zufolge wurde im alten Rom um den 15. Februar herum das Lupercus-Fest gefeiert, in dessen Verlauf junge Menschen durch eine „Liebeslotterie“ zusammengeführt wurden. Statt sich dem Zufall des Loses zu übergeben, wählten einige junge Leute jedoch selbst ihre Partner aus und der Bischof von Terni traute sie, was dem Herrscher, Kaiser Claudius, jedoch missfiel, da sich die jungen Leute durch eine Liebesehe enger zusammenschlossen und die Männer weniger bereit waren, als Soldaten zu dienen. Valentin von Terni wurde am 14. Februar 269 geköpft – und soll noch in letzter Minute mit dem Verfassen eines Liebesbriefes beschäftigt gewesen sein.

Vogelfreie Liebende oder gesegnete Paare?

In England glaubte man, dass sich am 14. Februar die Vögel paaren – was viele Paare dazu veranlasste, selbst eine Art Vogelhochzeit zu feiern. Andere vermuten den Ursprung des Valentinstags in der mittelalterlichen Minne oder verbinden ihn mit religiösen Festen der Ostkirche. In Österreich versucht die Bischofskonferenz seit 2005, daraus einen Tag der kirchlichen Segnung für verheiratete Paare zu gestalten.


Wer oder was auch immer den Valentinstag nun wirklich begründet haben mag, feierlich begangen wird er mittlerweile rund um den Globus, gleich ob aus christlicher oder aus heidnischer Tradition. In Deutschland wird der Brauch seit den 50er Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts gepflegt; anfänglich auf das Überreichen von Blumensträußen begrenzt, hat sich daraus eine reichhaltige Geschenkekultur entwickelt, sodass auch Pralinen, Karten und alle Arten von Duftstoffen sowie herzchenüberzogenen Präsenten überreicht werden dürfen.

Idee: Ein ganz besonderes und vor allem persönliches Geschenk kann ein selbst erstelltes Fotobuch zum Valentinstag sein.

Tipp: Die Website Mein-Valentinstag.de bietet viele Anregungen und Tipps zum Valentinstag, bei der Sie sicherlich schnell ein passendes Geschenk zum Valentinstag finden werden.


Quellen:
Wehr, Christian: Lexikon des Aberglaubens, Heyne-Verlag, 1991.
http://idw-online.de/pages/de/news195938